#6 Versorgungssicherheit: Hinter den Kulissen der Stromversorgung

Shownotes

Österreichs liegt bei der Sicherheit der Stromversorgung im internationalen Spitzenfeld. Was muss passieren, damit das auch so bleibt? Diese Folge von Energievoll ordnet ein, warum ein Stromausfall nicht gleich ein Blackout ist, wie Netzbetreiber Schwankungen ausgleichen und welche Investitionen Wien in ein erneuerbares, krisenfestes Energiesystem lenkt. Mit Herwig Renner (Professor für Elektrotechnik an der TU Graz), Kurt Misak (Leiter Versorgungssicherheit, Austrian Power Grid) und Elisabeth Hufnagl (Netzplanung, Wiener Netze). Im Hauptgespräch spricht Barbara Fleißner mit Michaela Killian, Leiterin der Kraftwerke Simmering und Donaustadt bei Wien Energie.

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00:00:07: Ein Samstagmorgen in Wien.

00:00:12: Die Sonne fällt in das Zimmer, heute ist man einfach mal etwas länger liegen geblieben. Man wühlt sich aus dem Bett und braucht dringend einen Kaffee. Eine Szene, die alle kennen. Also ab in die Küche zur Kaffeemaschine. Man drückt den Schalter, ist im Gedanken bereits woanders. Doch dann? Kein Klick. Kein Rattern, kein Licht geht an. Ein Moment der kurzen Irritation. Also drückt man nochmal. Und nochmal. Aber es passiert wieder nichts. Steckt der Stecker? Ja. Und plötzlich bemerkt man die Stille. Kein Kühlschrank sort, keine getimte Spülmaschine läuft und das Licht, das geht auch nicht an. Strom ist für uns alle selbstverständlich.

00:01:10: In solchen Momenten schiebt sich eine einfache Frage in den Vordergrund. Was ist hier los? Habt nur ich keinen Strom oder steckt doch noch mehr dahinter? Bei unter Anführungszeichen, ganz gewöhnlichen Stromausfall ist vielleicht ein kleines Gebiet, ein Haus, eine Siedlung betroffen. Von einem Blackout reden wir, wenn tatsächlich ein ganzes Staatsgebiet oder mehr, vielleicht sogar im schlimmsten Fall ein ganzer Kontinent betroffen ist. Das sagt Herwig Renner, Professor an der TU Graz. Das erste Szenario, der ganz gewöhnliche Stromausfall, ist vergleichsweise harmlos. Oft kommt der Strom schnell wieder. Manchmal bemerkt man den Stromausfall auch gar nicht. Oder höchstens, wenn eine Uhr plötzlich die falsche Zeit anzeigt. Doch dann gibt es auch noch den anderen Fall. Bleibt auf.

00:02:08: Wir kennen ihn hauptsächlich aus Hollywood. Strom aus, Licht aus. Nichts geht mehr. Keine Ampeln, Verkehrschaos. Keine Züge und Bahn. Keine Kassensysteme im Supermarkt. Was ist dran an diesem Schreckensgespenst? Die Wahrscheinlichkeit, dass sie jetzt 12 Stunden lang nicht versorgt sind, ist tatsächlich sehr, sehr, sehr gering. Denn Österreich hat einen Versorgungssicherheitsgrad von 99,9 Prozent. Was das genau heißt und wie man das überhaupt errechnet, das weiß Herwig Renner. Das sind in Österreich so im Schnitt 20 bis 30 Minuten pro Jahr umgeplant. Ungeplant, denn manchmal gibt es auch geplante Stromausfälle. Die werden angekündigt und sind für gewöhnlich schnell wieder vorbei. Die Gründe sind vielfältig. Wartungsarbeiten, neuer Anschluss, eben ziemlich harmlos. Diese 20 bis 30 Minuten sind ein Mittelwert. Menschen, die eher im ländlichen Raum wohnen, sind anders betroffen als Menschen in Ballungsgebieten.

00:03:15: Aus diesen 20 bis 30 Minuten pro Jahr Nichtversorgung kann man natürlich umgekehrt ausrechnen, dass man die restliche Zeit versorgt ist. Da sind dann diese 99,99 Prozent. Klingt natürlich viel besser, als wenn ich sage, eine halbe Stunde lang sind sie nicht. Ja, zugegeben, das klingt ziemlich gut. Und damit stecken wir schon mitten in dieser Podcast-Folge. Sie haben es sicher schon geahnt. Heute geht es die Versorgungssicherheit in Österreich und in Wien. Stromausfälle, warum es sie gibt und was im Worst Case eigentlich hinter den Kulissen passiert.

00:04:04: Das ist Energie voll, eine Podcast-Serie zur Energiewende in Wien. Präsentiert von Wien Energie in Zusammenarbeit mit dem Studio ZX, der Kreativagentur des Zeitverlags. Mein Name ist Jonas Ross und das ist Folge 6. Versorgungssicherheit.

00:04:32: Damit wir verstehen, wie Versorgungssicherheit überhaupt entsteht, lohnt sich ein Blick auf das Stromnetz. Ein Geflecht aus Leitungen, die Schaltstellen und Kraftwerke verbinden. Und vor allem aus Regeln, nach denen sich Elektrizität verhält. Aber was heißt das genau? Das weiß Kurt Misak, Abteilungsleiter Versorgungssicherheit bei der Austrian Power Grid Agil. heißt technisch vor allem, dass die betrieblichen Parameter wie Spannung, Frequenz innerhalb der zulässigen Bandbreite sich bewegen. Die Spannung beispielsweise, wenn wir in unserem Höchstspannungsnetz von 380.000 Volt sprechen, die darf auch schwanken zwischen 380 und 420.000 Volt. Die Frequenz von 50 Hertz darf auch schwanken plus minus 0,2 Hertz, solange das erfüllt ist und die Ströme auf unseren Leitungen und über unsere Transformator in den zuglässigen Bandbreiten sich bewegen, sprechen wir von einem stabilen Stromnetz. Spannung kann man sich wie den Druck in einem Wasserschlauch vorstellen. Er muss hoch genug sein, damit etwas fließt, aber nicht so hoch, dass der Schlauch platzt. Die Frequenz ist der Takt des gesamten Systems und gibt an, wie oft der Strom pro Sekunde seine Richtung ändert. In Europa sind das 50 Hertz. Wenn Erzeugung und Verbrauch im Gleichgewicht sind, bleibt dieser Takt stabil. Wenn zu viel Strom eingespeist wird, steigt die Frequenz leicht. Wenn zu wenig da ist, fällt sie ab. Und Strom, das war was nochmal? Also ganz kurz runtergebrochen?

00:06:14: Der Strom ist letzten End ist wirklich die geordnete, gerichtete Bewegung der einzelnen Elektronen, der Ladungsteilchen in unseren Leitungen. Alles klar, also wir fassen zusammen. Von diesem Strom, also den kleinen Ladungsteilchen in unseren Leitungen, muss zu jedem Zeitpunkt genau so viel erzeugt werden, wie gerade verbraucht wird. Sonst kommt es zu Schwankungen. Und genau diese kleinen Schwankungen gleichen Netzbetreiber rund die Uhr aus. Vorausschauend und von uns, also den StromverbraucherInnen, völlig unbemerkt. dass es Schwankungen gibt, ist kein Grund zur Panik. Im Gegenteil, Schwankungen sind ganz normal. sind durchaus auch Schwankungen im Verbrauch, aber der Verbrauch über ganz Österreich übers Jahr schwankt natürlich saisonal, also ich sage im Frühling kann er anders sein als im Winter, wenn es kalt ist, wenn die Stromheizungen vielleicht stärker aktiviert werden. Im Sommer kann er auch wieder bisschen ansteigen durch die Klimageräte und das bedeutet die saisonalen Schwankungen Und dann gibt es natürlich auch tagesaktuelle Schwankungen.

00:07:20: Also ich sage, wir haben vor allem eine Morgen- und eine Abendspitze. In der Nacht natürlich geringer als tagsüber generell. Und ansonsten schwankt er wirklich nur bei überraschenden Ereignissen. Diese überraschenden äußeren Ereignisse sind vielfältig, weiß Elisabeth Hufnagel, Expertin für den Netzbetrieb bei den Wiener Netzen. Wir das ab und zu, dass Bagger uns unabsichtlich Kabel beschädigen. Häufig kommt es auch vor, dass Blitzeinschläge in unsere Freileitungen oder Trafostationen passieren oder aber Bäume bei Stürmen in Freileitungen landen. Das ist zwar ärgerlich, aber... Bei uns in Wien ist es so, dass wir es nach 90 Minuten im Durchschnitt schaffen, alle Kundinnen und Kunden wieder zu versorgen. Das ist ein Durchschnittswert, also manchmal dauert es etwas länger, oft sind wir auch viel schneller. Und wir schaffen das, indem wir Umschaltungen machen können, indem wir Kunden von einem anderen Kabel herkommend versorgen.

00:08:23: All diese Beispiele zeigen, Expertinnen und Experten reagieren jeden Tag auf Veränderungen im Stromnetz. Mal ausgelöst von Baustellen, mal vom Wetter. Und dann gibt es die Situation, da kommen verschiedene Dinge zusammen. Und es wird wirklich ernst.

00:08:46: Naja, spektakulärste Beispiel war sicherlich der Blackout auf der iberischen Halbinsel. Das war ein typischer Blackout. Es waren Spanien und Portugal betroffen und das Ganze hat doch mehrere Stunden gedauert. Also der Ausfall eines großflächigen Stromnetzes unterscheidet sich deutlich von einem normalen Stromausfall. Bei einem Stromausfall fällt eine Leitung aus. Ein Trafo-Stationsteil betroffen sind nur ein kleiner Bereich oder ein einzelnes Wohnviertel. Das ist unangenehm, klar, aber technisch vergleichsweise leicht zu beheben. Oft reicht eine Umschaltung oder eine rasche Reparatur. Ein Blackout hingegen? ist der Regel ein Kollaps im System. großräumige Störung. Er betrifft ein gesamtes Netzgebiet, manchmal sogar mehrere Länder gleichzeitig. Und er entsteht nicht nur durch einen einzigen Fehler, sondern durch eine Verkettung von Ereignissen.

00:09:51: reaktionsartige Ausfälle von Leitungen und Transformatoren, wodurch dann bestimmte Gebiete massiv zu wenig Einspeiseleistung haben, das kann ich nicht mehr retten. Das heißt, ein Blackout ist nicht ein einziger Fehler, nicht ein Blitzschlag oder eine Leitung, die plötzlich ausfällt. Es ist eine Kettenreaktion, eine Abfolge von Ereignissen, die sich gegenseitig verstärken und genau deshalb so schwer aufzuhalten sind. Aber bevor wir jetzt in diese Ausnahmefälle eintauchen, lohnt sich ein Schritt zurück. Denn die gute Nachricht ist, All das passiert nur dann, wenn vieles gleichzeitig schief geht. Im Alltag ist das Stromnetz äußerst robust und damit stellt sich eine ganz zentrale Frage. Was passiert eigentlich im Hintergrund, damit das so ist?

00:10:46: zu verstehen, warum unser Stromnetz so sicher ist, schauen wir in den Maschinenraum des österreichischen Stromsystems und erinnern uns an den Satz, den Kurt Misak ganz zu Beginn dieser Folge gesagt hat. Es muss zu jedem Zeitpunkt genauso viel erzeugt werden, wie gerade verbraucht. Dieser Satz klingt fast banal, aber er ist der Schlüssel zu unserer Stabilität. Damit die Schwankungen bei Angebot und Nachfrage nicht zu einem Ausfall führen, greifen Netzbetreiber ein. Sie regeln die Leistung rauf oder runter, gleichen Engpässe aus, verschieben Energieflüsse und machen das oft vorausschauend. Also bevor ein Problem entsteht. Wenn die Schwankungen sehr klein sind, es im zulässigen Bereich. Nur wenn sie sehr, groß sind, dann geschehen bereits Notmaßnahmen. Wenn zum Beispiel bei großen Pumpspeicherkraftwerken gerade Wasser nach oben gepumpt wird, kann es sein, dass diese Pumpen kurzfristig abgeschaltet werden, das Netz zu entlasten und auszugleichen. Damit es möglich ist, schnell zu reagieren, gibt es außerdem sogenannte Regelleistungskraftwerke, erklärt Kurt Misak.

00:11:59: wir Verträge mit diesen Kraftwerksbetreibern abgeschlossen und die sorgen auch für den Ausgleich von Schwank. All das geschieht im Regelbetrieb und ganz unbemerkt von den Endverbraucherinnen und Verbrauchern. Die Kaffeemaschine, die läuft. Wenn es jedoch ein extremes Ungleichgewicht gibt, also die Frequenz beispielsweise um ein ganzes Herz absackt, dann … und dann müssen im schlimmsten Fall die was schwerwiegendes passiert. die Endverbrauch abgeschaltet werden, das Netz zu stabilisieren, einen Blackout zu vermeiden. Die Kraftwerke Österreichs, die das Netz stabil halten, sind über das ganze Land verteilt. Und doch gibt es Gefälle. Besonders wenn man sich die Erneuerbaren anschaut. Windenergie wurde stark im Osten ausgebaut, vor allem im Burgenland und in Niederösterreich. Auch wenn Photovoltaik gleichmäßiger ausgebaut wurde, gibt es ebenfalls einen Schwerpunkt im Osten Österreichs. Die Kraftwerke

00:12:58: die sehr flexibel sehr große Energiemengen speichern können, die Pumpkraftwerke, die sitzen jedoch Westen Österreichs, dort wo die Berge sind. Und das ist tatsächlich manchmal eine Herausforderung, wenn sehr sehr große Leistungen und sehr große Energiemengen vom Osten in den Westen transportiert werden müssen, sie dort zu speichern und natürlich auch wieder zurück transportiert werden sollen, die Last im Osten dann zu denken. Es funktioniert im Großen und Ganzen ganz gut. Aber wenn es dann doch mal eine drohende Überlastung gibt, dann wird eingegriffen. Ja, also sind in erster Linie Anweisungen an Kraftwerke. Wir machen das zum Teil über unsere Netzpartner, über unsere Verteilernetzbetreiber. Wir können aber auch zum Teil direkt auf Kraftwerksbetreiber zugehen. Das heißt, wir müssen auf der einen Seite Anordnung treffen, dass Einspeiseerleistung verringert wird und das auszugleichen, der anderen Seite künstlich außerhalb des Marktes Anweisungen treffen, dass mehr eingespeist wird, als ursprünglich geplant war. Deshalb sprechen wir von Re-Dispatch. Das hat immer die Vermeidung von Überlastungen eigentlich zu...

00:14:05: So ein Redispatch ist, man kann es sich vorstellen, nicht gerade günstig und auch aufwendig. Diese Kraftwerke, die wir anweisen, weisen wir ja außerhalb des Marktes an und die Kosten müssen abgedeckt werden. Und nachdem wir sehr häufig im Osten Österreichs Kraftwerke anweisen müssen, mehr einzuspeisen, naja, welche Kraftwerke können das? Wir können nicht Kraftwerke anweisen, die ohnehin schon maximal einspeisen. Ich kann eine Photovoltaikanlage nicht einfach so anweisen, mehr zu erzeugen. Auch bei Windkraft ist es entsprechend schwierig. Was jetzt gebraucht wird, sind Kraftwerke. Kraftwerke, die frei verfügbar und gut regelbar sind. und das sind im Osten Österreichs praktisch ausschließlich die Gaskraftwerke. Gaskraftwerke? Auf Gas will man doch langfristig aber verzichten. Der Umwelt zuliebe. Aber auch aus wirtschaftlichen Gründen. Wie kann ein nötiger Redispatch also verhindert werden?

00:15:07: Redispeech ist in der Regel nur aufgrund unzulänglicher Netzkapazitäten, nicht ausreichender Netzkapazitäten notwendig. Da das Stromnetz keine ausreichenden Kapazitäten hat, wird es stetig ausgebaut. Damit ist primär gemeint, die Übertragungsfähigkeit zu erhöhen. Das betrifft Leitungen und Transformatoren. Es geht im Verteilernetz darum, die Leitungen zu kräftigen. Es geht im Übertragungsnetz darum, die Leitungen zu kräftigen und das heißt, neue Leitungen zu bauen. Alte Leitungen, die immer wieder vor drohenden Überlastungen stehen, zu ertüchtigen, also sozusagen aufzurüsten auf kräftigere Leitungen, teilweise auf höhere Spannungsebenen. Und eine große Herausforderung ist, es geht nicht nur die Ertüchtigung, es entstehen ja sehr viele Einspeiser. durch die dezentrale Erzeugung an Stellen, derzeit überhaupt kein Netz vorhanden ist. Beispielsweise an Windkraftanlagen oder Photovoltaikparks. Hier müssen komplett neue Umspannwerke gebaut werden, mitsamt der entsprechenden Leistung. Und es gibt noch ein Thema, das in diesem Kontext immer wichtiger wird. Speicher.

00:16:13: In Zukunft wird man auch sehr stark auf lokale Speicher mehr und mehr achten. Heimspeichersysteme werden sicherlich massiv ausgebaut werden noch. Aber man kommt dann trotzdem darauf, dass die Größenordnungen, die vor Ort erzeugt werden, die Speichermöglichkeiten vor Ort sehr häufig überfordern. Das bedeutet, wir müssen immer noch zu den Großspeichern hin transportieren. Leitungen, Transformatoren, Umspannwerke, Lokalspeicher, Großspeicher. All das versteckt sich hinter dem Wort Netzausbau. Und dann, wenn wir das Netz ausreichend ertüchtigt haben, dann ist Read Dispatch vielleicht wirklich nur in echten Ausnahmefällen notwendig, wo es zu spitzen Einspeisungen kommt, die man so nicht absehen konnte. in der Regel, wenn wir das Netz ausreichend ertüchtigt haben, wird Read Dispatch nahezu. Wir sind zurück in Wien.

00:17:10: Maschine, sie läuft wieder. Bereits nach zehn Minuten war der Strom wieder da. Und auch wenn im Alltag Stromausfälle schnell gelöst werden, beschäftigt sich die Stadt mit den Optimierungspotenzialen. Und die gibt es, denn die Stadt verändert sich. Und das Stromnetz verändert sich mit. Der Netzausbau kann getriggert sein von einer zusätzlichen großen Leistungsanforderung im Ballungsraum. Wenn ein Projektentwickler doch noch ein Grundstück erschließen kann in Wien für ein Rechenzentrum, dann triggert das den Ausbau natürlich. Aber die Stadt wächst natürlich auch. Viele Menschen ziehen nach Wien. Es gibt einen stetigen Zuwachs an Wohnraum. Damit steigt auch der Energiebedarf. mit dem Wohnraum kommen natürlich auch Haushalte bei uns ans Netz und auch für die bauen wir aus. Dazu kommen noch die Erneuerbaren. Auch Wien hat sehr sehr ambitionierte Ziele bezüglich Erzeugung im Erneuerbarensektor und auch dafür muss man auf robuste und intelligente Stromnetze bauen. Wien ist eine Stadt im Umbau. Nicht nur architektonisch, sondern auch energetisch. Immer mehr Photovoltaik, immer mehr Wärmepumpen, mehr Elektromobilität, neue Wohnbauten, neue Gewerbeflächen. Das bedeutet, das Netz wird nicht nur beansprucht, es wird aktiv weiterentwickelt. Und zwar vorausschauend, mit Blick darauf, wie sich die Stadt in den nächsten Jahrzehnten verändern wird. Und verändern soll.

00:18:48: wenn es beispielsweise neue Länderziele für erneuerbare Energien gibt. Oder weitere Entwicklungsszenarien. Wenn Flächen vom Land freigegeben werden für Flächen-BV-Anlagen zum Beispiel oder für Windkraft, dann wissen wir das und können schon im Vorfeld darauf eingehen, wie wir mit der Herausforderung umgehen. Diese strategische Planung, die schnelle Reaktion auf ungeplante lokale Ausfälle und der Netzausbau an sich – all das sorgt für Sicherheit.

00:19:22: Wien steht im internationalen Vergleich sehr gut an mit der Versorgungssicherheit. Das ist was, was man generell auch über ganz Österreich sagen kann. Also alle österreichischen Netzbetreiber stellen ein sehr sicheres Netz zur Verfügung. Und wir sind auch, wenn man zu den Nachbarländern blickt, in eine sehr sichere Netzumgebung eingebettet. Das europäische Stromnetz ist ein großes. Auch deshalb ist es sinnvoll, sich auszutauschen. Weiß Elisabeth Hufnagel Die Wiener Netze arbeiten national, aber auch international in Arbeitsgruppen gemeinsam mit anderen Netzbetreibern an den Fragestellungen unserer Ein stabiles Stromnetz und mit ihm die Versorgungssicherheit ist also nicht einfach so da. Viele Menschen arbeiten daran, dass es keine Ausfälle gibt. Und eine von ihnen ist Michaela Killian. Sie leitet die Kraftwerke Simmering und Donaustadt.

00:20:25: Warum Simmering insbesondere für die Versorgungssicherheit relevant ist, darüber spricht sie im Interview mit Moderatorin Barbara Fleißner. Und Michaela Killian spricht auch darüber, wie der Ausbau erneuerbarer Energien die Versorgungssicherheit prägt und welche Investitionen jetzt entscheidend sind, die Stadt sicher in eine erneuerbare Zukunft zu führen. Also los geht's! Barbara Fleißner im Interview mit Michaela Killian von Wien Energie.

00:20:59: Frau Kieljad, schön Sie im Podcast zu Gast zu haben. Herzlich willkommen. Herzlichen Dank für die Einladung! Wir machen zu Beginn ja immer so eine Reise in die Zukunft, auch heute wieder, wenn Sie Wien im Jahr 2040 vor sich haben, wenn Sie sich das vorstellen. Wie sieht diese Stadt aus? Was sehen wir da? Also wenn ich mir Wien 2040 vorstelle, sind wir auf jeden Fall hoffentlich einen riesen, riesen Schritt näher Richtung Klimaneutralität. Aber was mir persönlich extrem wichtig ist, Ich bin davon überzeugt, dass Wien 2040 genauso lebenswert ist wie heute. Das heißt, ich gehe davon aus, dass so eine innovative Metropole wie Wien nach wie vor daran arbeiten wird, zu einer der lebenswertesten Städte der Welt zu gehören und auch zu einer der sichersten Städte der Welt, unabhängig von Digitalisierung, anderen Dekarbonisierungsmaßnahmen. Ich glaube, das Ziel muss sein, lebenswert zu bleiben und auch den sozialen Zusammenhalt, den wir in Wien

00:21:56: tagtäglich leben, der muss uns erhalten bleiben, damit unser Wien unser Wien bleibt. Und daran arbeiten Sie jetzt schon, weil nur was wir jetzt schon in die richtige Richtung drehen kann dann später auch dort sein. Sie leiten ja das größte Kraftwerk Österreichs in Simmering. Welche Rolle spielt denn dieses Werk für die Versorgungssicherheit in Wied, für alle, die sich da noch nicht so gut auskennen? Das Kraftwerk Simmering, ich würde es als Herzstück der Energieversorgung Wiens beschreiben. Seit 1902 muss man sich vorstellen, versorgen wir aus dem Kraftwerk Simmering aus die Wiener und die Wienerinnen mit Energie. Mittlerweile mit hoch effizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, wo wir Wien nicht nur mit Strom, sondern auch mit Fernwärme verzeugen. Das heißt, es ist... jetzt ein Versorgungssicherheitsknoten. Es wird in Zukunft ein Versorgungssicherheitsknoten bleiben. Und alle Wiener und Wienerinnen können froh sein, wenn es bei uns aus den Schornsteinen raucht, weil das bedeutet, die Versorgungssicherheit ist gewährleistet und wir versorgen Wien mit Strom und Wärme. Und vor kurzem war das Kraftwerk ja in Revision. Für alle, nicht wissen, was da dann passiert, was bedeutet das?

00:23:06: Eine Revision ist nichts anderes wie ein geplanter Anlagenstillstand. Bedeutet, wir planen lange im Vorrass, wann wir das Kraftwerk einmal im Jahr für einen kurzen Zeitraum geplant außer Betrieb nehmen, Revisionstätigkeiten zu machen. Dazu zählen Inspektionen, Wartungsreparaturen beispielsweise, aber auch effizient steigende Projekte werden in diesem Zeitraum. umgesetzt. Man kann sich das vorstellen wie bei einem PKW, man muss einmal im Jahr einfach zum Pickerl fahren. Genauso ist das bei einem Kraftwerk. Einmal im Jahr müssen wir einfach reinschauen in die inneren, sage ich jetzt mal, inneren Teile des Kraftwerkes, in die man sonst nicht reinkommt, wenn das Kraftwerk im Dauerbetrieb ist. Wichtig für die Stabilität des Systems natürlich dann auch. Absolut. Also das ist natürlich auch ein großer Fokus, den wir in Simmering immer am Schirm haben, neben der Energieversorgung, Netzstabilisierung. Das ist natürlich mit zwei schwarzstaatfähigen Gasturbinen, die wir ja auch bei uns betreiben, ein Riesenfokus, Netzstabilisierung, auch im Fall eines Schwarzfalls für Wien. Da steigen wir doch gleich mal tiefer ein in dieses Thema, weil was heißt denn das schwarz startfähig?

00:24:20: Schwarzstaatfähig bedeutet nichts anderes, als dass wir uns in Simmering selbstständig ohne externe Stromversorgung sozusagen hochziehen können. Bedeutet im Schwarzfall starten bei uns automatisch Notstromaggregate. Mit diesen Notstromaggregaten können wir eine unserer beiden schwarzstaatfähigen Gasturbinen starten und uns sozusagen eine Insel bauen. Das heißt, wir können uns dann selbstständig mit Strom versorgen. Wenn das jetzt mal hergestellt ist, sogenannte Eigenbedarfsinsel, das heißt wir decken unseren Eigenbedarf, können wir unsere Großanlagen herrichten, unsere Großanlagen startbereit machen, auch das Kraftwerk Donaustadt, das wir direkt aus Simmering bespannen können und dann, je nachdem was die Netzbetreiber jetzt mal vorgeben, sind wir dann mittendrin, die Netzstabilität wieder herzustellen und nehmen am Netzaufbauteil und unterstützen die Netze. eben dabei wieder für Stabilität zu sorgen. Gerade im Fall eines Blackouts wäre es da wirklich relevant, so ein Kraftwerk eben auch zu haben. Absolut. ich bin davon überzeugt, nicht nur weil ich dieses Kraftwerk leite, ich bin davon überzeugt, dass es immer relevant ist, solche Kraftwerke zu haben. Schwarz statt fege Kraftwerke, aber auch Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, weil wir einfach steuerbar und regelbar sind. Bedeutet, wir sind super flexibel, wenn man uns braucht. Wir sind keinen Wetterbedingungen sozusagen ausgesetzt. Wir sind da, wenn wir gebraucht werden und super flexibel einsatzbar.

00:25:55: Ein Thema, das Sie auch vorhin angesprochen haben, möchte ich auch bisschen tiefer eintauchen. zwar erneuerbare Energien, schwanken. Großes Thema. Und da kommen diese sogenannten flexiblen Kraftwerke ins Spiel, wie eben auch das Kraftwerk Simmering, eben die Spitzen oder die Lücken auszugleichen. Für alle, die das noch bisschen genauer interessiert, wie funktioniert das genau? Absolut. Also man muss sich vorstellen, erneuerbare Energien sind sehr volatil. Bedeutet, genau wie Sie gesagt haben, sie schwanken einfach. Im Gegensatz dazu können wir mit unseren großen schweren rotierenden Massen, unseren Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, können wir diese 50 Hertz, die eben das Stromnetz benötigt, können wir stabil halten. Das heißt, wir sorgen einfach, dass wir diese Schwankungen der Erneuerbaren ausgleichen. Stabilität im Stromnetz herzustellen. Bedeutet auch, wenn es dunkel ist, haben wir natürlich keine Photovoltaik beispielsweise. Wenn der Wind nicht geht, haben wir die Windkraft nicht zur Verfügung. Umso wichtiger ist es natürlich, dass wir hocheffiziente und flexible Kraftwerke haben und auch in der Zukunft für diese Spitzenabdeckung, genauso wie Sie gesagt haben eigentlich, diese Spitzenabdeckung. Da braucht es uns nach wie vor und wir sind es auch in der Zukunft brauchen. Davon bin ich überzeugt. Also Photovoltaik, Wasserkraft, tiefen Geothermie. Wir haben ja auch in diesem Podcast so viele Themen auch durchbesprochen und sind tiefer eingetaucht. Wie tragen denn diese erneuerbaren Quellen zur Versorgungssicherheit bei? Was können Sie, was können Sie nicht leisten?

00:27:31: die tragen natürlich massiv, es ist die Zukunft. Also hier brauchen wir natürlich gar, sag ich jetzt auch keinen Hehl daraus machen, die Zukunft liegt im erneuerbaren Sektor. Das ist so. Strom sind wir da genau wie Sie gesagt haben, bei Photovoltaik, Wind und Wasser, bei Wärme ein wichtiger Punkt den man nicht außer Acht lassen darf, ist es natürlich auch die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung, Tiefengeothermie, Großwärmepumpen. Aber ich bin nach wie vor davon überzeugt, Auch grüne KWKs wird es in der Zukunft brauchen, weil sie eben genau diese Flexibilität, diese Anlagen haben, nicht diese Flexibilität, die eine grüne KWK hat. Bedeutet, die Technologie selbst von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ist hocheffizient und über Jahrzehnte, sage ich jetzt einmal, optimiert worden. Ja, der Brennstoff, den wir derzeit verwenden, ist fossil, der ist natürlich nicht optimal für die Zukunft, aber auch da arbeiten wir ja dran. bedeutet, wir suchen derzeit einfach Substitute für Erdgas, beispielsweise Wasserstoff. Auch Wasserstoff ist ja ein Gas, bedeutet ein Gaskraftwerk bleibt ein Gaskraftwerk, aber wir wechseln eben den Brennstoff. Das haben wir ja eindrucksvoll auch schon 23 bei unserem Wasserstofffeldversuch im Kraftwerk Donaustadt gezeigt, dass wir diese Möglichkeiten eben haben bei Wien Energie, bzw. in Europa, die Technologie zu erhalten. und den Brennstoff auszuwechseln, damit wir flexibel bleiben. Versorgungssicherheit ist das große Thema. Sie haben jetzt 2023 auch angesprochen, 2022 auch schon. Da war die Sorge groß, wenn es um das Thema Versorgungssicherheit geht. Die Übergangstechnologie ist jetzt Gas. Aber wollen wir mal ins Jahr 2040 blicken, ist es dann Wasserstoff oder wie schaut das sichere System ohne fossiles Erdgas aus?

00:29:23: Ich hoffe es, dass es Wasserstoff ist. Persönlich hoffe ich das natürlich, dass wir hier ein gutes Substitut für Erdgas finden. Aber wenn wir in Richtung 2040 schauen, es glaube ich ganz wichtig unabhängiger zu werden. Unabhängiger zu werden, dass wir eben nicht mehr in solche Situationen rutschen, die uns aufgrund von Abhängigkeiten unserer Energieträger in solche Situationen manövrieren. Ich glaube 2040 wird einfach der Erzeugungspark ein viel breiteres Portfolio bieten. wird viel mehr Erzeugungstechnologien geben für Strom und für Wärme. Es wird ein buntes Portfolio werden und jede Technologie hat seine Daseinsberechtigung. Definitiv. dieses Energiesystem aber weiterzuentwickeln, es weiterversorgungssicherer zu machen, braucht man natürlich auch Geld. Das kostet alles auch Geld. Ich glaube in Oppenberg zum Beispiel wird ein neues Wasserkraftwerk gebaut. Warum sind denn diese Investitionen denn so wichtig? Vor allem glaube ich wichtig, dass man zu wissen für jeden einzelnen Wiener, für jede einzelne Wienerin. Ich glaube es ist ganz wichtig zu wissen, wenn man jetzt investiert, ist morgen kein neues Kraftwerk, egal ob eine Photovoltaikanlage, Windkraftwerk, ja das sind ja auch Kraftwerke, die stehen morgen nicht am Feld. Bedeutet, wir müssen jetzt kluge Entscheidungen treffen, 2040 unsere Ziele zu erreichen. Es bedarf langwieriger Prozesse, langwieriger Wege, damit von dieser Entscheidung, wir bauen dieses Kraftwerk. oder wir bauen diese Photovoltaikanlage, bis die dann wirklich hier steht und Strom oder beispielsweise Wärme produziert bei Geothermie-Anlagen. Das heißt, man kann den Wienerinnen und Wiener definitiv sagen, wir arbeiten daran und wir sind natürlich Feuer und Flamme, dass wir hier unsere Ziele erreichen in jeglicher Hinsicht und dass die Versorgungssicherheit 24, 7, 365 Tage im Jahr ununterbrochen für die Wienerinnen Wiener zur Verfügung gestellt wird.

00:31:30: Aber es heißt jetzt investieren, investieren, investieren und zwar investieren in eine grüne Zukunft. Und das ist ganz wichtig und nicht außer Acht lassen, dass es Speichertechnologie im Bedarf und flexible Kraftwerke natürlich. spätestens 2022, 2023 gesehen, dass dieses Thema Versorgungssicherheit ein hoch emotionales Thema ist. Es geht um Vertrauen. Wenn Sie so ein bisschen die Stimmung der Bevölkerung wahrnehmen, sorgt man sich hier eher oder ist derzeit das Vertrauen sehr groß? Wie schaut es da aus? Also von der Stimmung der Bevölkerung bekomme ich jetzt natürlich direkt nicht so viel mit, außer natürlich in Freundeskreisen. Man spricht, aber ich glaube es ist wohl, dass den Wienerinnen und Wiener bewusst ist, dass wir alles dafür tun und alles dafür geben, dass wir Wien mit Strom und Wärme versorgen. Also wir versorgen alleine vom Kraftwerk Simmering aus hunderttausende Haushalte pro Jahr mit eben Energie. Und ich glaube den Wienerinnen und Wienerinnen ist es gar nicht bewusst, was für einer lebenswerten Stadt sie leben. Denn würde ich mitbekommen, dass sie unzufrieden wären, würde es ja bedeuten, dass irgendetwas nicht funktioniert. Das heißt, das größte Lob an uns ist eigentlich kein Lob, weil das bedeutet, alles funktioniert, jeder hat es daheim warm. Seh ich jetzt mal, es leuchtet das Licht, wenn ich den Lichtschalter betätige. Das heißt, im besten Fall fällt eigentlich gar niemand auf. dass wir da sind 365 Tage im Jahr 24-7, weil einfach alles reibungslos läuft. Es fällt meistens erst dann auf, wenn etwas nicht reibungslos läuft.

00:33:06: Wenn wir schon in die Zukunft blicken, dann muss auch dieses Thema her. Thema Digitalisierung, künstliche Intelligenz. Im Kraftwerk Simmering habt ihr jetzt ein neues Haustier. nenne es jetzt mal so. Einen Roboterhund. Ich habe mir angesehen, was macht er, was sind seine Aufgaben, wie schaut er denn eigentlich aus? Wir sind hier jetzt in einem Podcast und können keine Bilder zeigen. Wie funktioniert er? Also Fragen über Fragen. Wer ist dieser Roboterhund? Unser Roboterhund, unser sogenannte Energy Dog ist ein Assistenzsystem. Also es ist wirklich ein von Boston Dynamics ein super hochmodernes Effizienzsystem. Man kann es vergleichen mit einer Trägerplattform. Bedeutet, unser Roboterhund läuft den ganzen Tag im Kraftwerk herum, hat ganz viele Sensoren und Messeinrichtungen am Rücken, Kameras am Kopf und kümmert sich einfach darum, dass er den Kollegen und Kolleginnen vom Kraftwerksbetrieb vor allem repetative Aufgaben abnimmt. Das heißt, er unterstützt die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei Aufgaben, die vielleicht nicht so gerne gemacht sind. Er liest manuelle Anzeigen beispielsweise ab und schickt die auf die Leitwarte. Oder er schaut mit Thermografiekameras in der Gegend herum und schaut, haben wir irgendwo beispielsweise Likagen. Das heißt, er unterstützt hier wirklich ebenso 24,7, 365 Tage im Jahr. unsere Kollegen und Kolleginnen darbe, dass sie ihren Job gut machen können. Das heißt, er assistiert und er kann stiegen gehen, kann wirklich sehr viel und kommt auch zu abgelegeren Orten wirklich gut hin und ist dadurch wirklich eine große Stütze. Ich glaube auch das zeigt, dass wir immer mit der Zukunft gehen müssen. Wir müssen immer drei Schritte vorausdenken und müssen einfach alles, was uns die Industrie, die Digitalisierungspalette an Tools gibt, müssen wir einfach ausprobieren, weil alles was wir nicht ausprobieren ist eine vergebene Chance. Und hier beispielsweise haben wir einfach den Schritt gewagt, haben das ausprobiert und ich glaube genauso muss die Zukunft ausschauen. Ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren. Wir wissen alle nicht wo die Reise hingeht 2040, wir können alle nicht hell sehen, aus dem Grund sollten wir möglichst frühzeitig alle Optionen zumindest einmal ausprobiert haben, damit wir dann vorbereitet sind.

00:35:26: Es ist ein Vierbeiner, er schaut richtig lustig aus, man sollte ihn sicher mal ansehen. geht, warte mal, ich hab gesehen, der Geschwindigkeit her legt er in einer Sekunde 1,5 Meter zurück, also er ist auch keine Schnecke. Wie groß ist er eigentlich? Kniehoch, also ohne Kamera ist er ziemlich kniehoch und hat über 40 Kilogramm. Man kann ihn nicht übersehen, kann man ihn schwierig. Bekommt der Roboterhund eigentlich sein Wissen? Wissen bekommt ihr durch erfahrene Mitarbeiter, erfahrene Mitarbeiterinnen. ich sage jetzt einmal, auch die klügste Technologie ist nur so klug wie die Leute, die sie füttern. Bedeutet, das Ganze ist natürlich Daten getrieben. Was heißt das? Die Daten muss jemand pflegen, die Daten muss jemand an den Roboter geben. Der Roboter weiß nicht automatisch, wenn er dieses oder jenes misst, muss ich einen Alarm ausgeben. Ist das gut oder schlecht? Bedeutet... Wir legen hier ganz, ganz viel Wert auf die Mitarbeiter, unsere erfahrenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Bedeutet, wir probieren mit diesem Projekt natürlich auch das Wissen zu digitalisieren von Mitarbeitern, die über 30, 35 Jahre im Unternehmen sind. Man muss sich auch das vorstellen. Es ist wieder wie beim Autofahren. Man setzt sich in sein Auto. Man weiß ganz genau, wie hört sich das an? Wie riecht das? Wie ist das Lenkgefühl? Genauso geht es all meinen Mitarbeitern im Kraftwerk. Die gehen in die Anlage.

00:36:54: wissen ganz genau, wie muss sich die Turbine anhören, wie spürt sich das an. Bedeutet, die Leute, die bei uns arbeiten, arbeiten mit all ihren Sinnen. Die gehen nicht einfach rein und vorbei. Und das ist natürlich etwas, das werden wir dem Roboter nie anlernen können. Einfach diese Peripherie, der Mensch wahrnimmt. Aber wir probieren so gut wie möglich, diese Daten, dieses Wissen zu digitalisieren. Aber auch hier ganz, ganz klar. Der Mensch hat so viel sensiblere Sinne natürlich und unsere Leute kennen die Anlagen mehr oder weniger blind. Frau Killian, danke vielmals für diesen spannenden Einblick. Man sieht wirklich, ihr seid in der Zukunft, ihr habt den Blick ganz weit nach vorne gelenkt, damit man weiterhin international ganz vorne mitspielen kann und dass vor allem alle Wienerinnen und Wiener bestmöglich weiterhin mit der Energie versorgt sind, die sie brauchen. Definitiv. Also ich glaube, ist unser Ziel, das muss unser Ziel bleiben, dass wir ihnen Beitrag leisten, dass Wien eine so lebenswerte Stadt bleibt, wie sie es jetzt ist. Herzlichen Dank auch. Danke vielmals für diesen Einblick.

00:37:57: Man sieht einfach, dass die Zukunft gar nicht so fern ist. Dabei wird das bewahrt, was gut funktioniert und was nötig ist, damit alles weiterhin stabil läuft. Bis, nun ja, bis neue Lösungen einsatzfähig sind. Mit dem Energiedoc zum Beispiel oder künstlicher Intelligenz. Denn Kurt Misak glaubt, dass man durch die Digitalisierung sehr viele Optimierungen noch finden wird, wodurch wir die volle Integration der erneuerbaren Energien problemlos schaffen werden. werden einfach neue Systeme entstehen. Wer weiß, wie weit da die künstliche Intelligenz auch unterstützen wird. Die wird ja jetzt schon als sinnvolles Werkzeug in vielen Bereichen bei Prognosen auch schon genutzt. Also die Digitalisierung wird da jedenfalls einen großen Dienst erweisen. Künstliche Intelligenz wird mithelfen. Gehen wir noch einmal zurück zu unserem Samstagmorgen. Inzwischen fließt der Strom wieder, der Kaffee läuft durch und draußen scheint die Sonne. Jetzt gerade in diesem Moment sorgt Energie aus Erneuerbaren für ein stabiles Netz. Und kommt doch eine Wolke? Dann müssen wir uns keine Sorgen machen. Denn glücklicherweise arbeiten viele Expertinnen und Experten täglich daran, dass unsere Stromversorgung sicher ist. Und daran, dass sie es auch weiterhin bleibt.

00:39:28: Das war Energie voll, eine Podcast-Serie zur Energiezukunft in Wien. Präsentiert von Wien Energie. In Zusammenarbeit mit dem Studio ZX, der Kreativagentur des Zeitverlags.

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